HAPPY BLOG-DAY: Mein Blog feiert 1. Geburtstag!

Manchmal beginnt ein neues Kapitel nicht mit einem großen Knall. Manchmal beginnt es mit einem Klick.

Es sind Momente, die sich riesig anfühlen und trotzdem völlig unspektakulär aussehen. Mein erster Blog-Tag war genau so ein Moment. Kein Feuerwerk. Kein Konfetti. Nur ein blinkender Cursor und die Entscheidung, mich endlich zu zeigen.

Heute feiert julianekau.de ersten Geburtstag.

Lass uns gemeinsam einen Blick zurück werfen.

Der Auftakt – das erste Online stellen

Ich erinnere mich noch sehr genau an den Moment, als ich am Schreibtisch saß und mich selbst dabei ertappte, wie ich mich im Perfektionsmodus drehte. Wochenlang hatte ich an meiner Webseite, meinem Design und den ersten Artikeln gearbeitet.

Das „UnderConstruction“ Design war schon seit einer gefühlten Ewigkeit geschaltet. „Julianes Ideenschmiede“ hatte ich den Vorläufer meiner Webseite getauft. Ich hatte große Visionen und viele Ideen – wusste kaum, wo ich anfangen sollte. Begleitet hat mich stets die Angst. Sie saß mir wie ein treuer Freund auf der Schulter, löcherte mich mit Fragen und erinnerte mich daran, dass meine Worte JEDER im Internet würde lesen können.

So drehte ich mich immer wieder im Kreis. Alles sollte perfekt sein. Ich feilte, formatierte und fragte mich, warum ich das eigentlich tat. Ich ertappte mich dabei eigentlich nur Zeit zu schinden, um nicht veröffentlichen zu müssen.

Die Angst vor Bewertung war groß, doch mein Wunsch nach Selbstausdruck war größer.

Also kratzte ich schließlich all meinen Mut zusammen, schaltete mit hämmerndem Herzen mein „UnderConstruction“ ab und es passierte *Trommelwirbel*: NICHTS!

Kein Feuerwerk. Keine Glocken. Kein Konfetti.

Nur ein Courser, der blinkte und ich, die plötzlich sichtbar war.
Es war so herrlich unspektakulär und gleichzeitig so befreiend. Meine Augen glitzerten, mein Herz hämmerte immer noch und ein Lächeln zog sich von einem Ohr zum anderen.

Ich hatte es geschafft.
Dies war der Startschuss für ein neues Kapitel meines Lebens!

Zu sehen ist ein roter Hintergrund mit einem aufgeklappten Laptop aus dem gerade eine Rakete mit viel Rauch startet. Darunter steht "Julianes Ideenschmiede - coming soon!"
Das hier war mein UnderConstruction – Screen, der erschien, wenn jemand meine Webseite aufrief.
Die Bloggerin Juliane Kau strahlt übers ganze Gesicht, ihre Augen leuchten und sie hält sich ein Hand ans Gesicht. Der Grund: ihr BLOG ist endlich online!
Die Meilenstein-Momentaufnahme – ganz ohne Konfetti ging julianekau.de online.

Der Ursprung – warum überhaupt?

Alles fing an mit einem diffusen Gefühl und der leisen Erkenntnis: „Das, was du zu sagen hast könnte anderen Menschen helfen“. Es sollte allerdings noch ein paar Jahre dauern, bis sich diese stille Idee zu einer waschechten Überzeugung wurde.

Lange habe ich mich versteckt. Ich habe mich selbst klein gehalten und gleichzeitig gedacht, das könne noch nicht alles gewesen sein. Also machte ich mich auf die Suche nach mehr. Über Umwege fand ich den Weg zur Psychologie und tauchte ein in die Persönlichkeitsentwicklung. Während eines Jobs bei einer Bank 2023 wurde mir klar, dass ich meinen Traum vom Studium wahr werden lassen wollte. Doch sollte es wirklich Psychologie werden?

Im Januar 2024 begann ich mein Studium der Kommunikationspsychologie (B.Sc.) an der IU Internationalen Hochschule. Und was soll ich sagen? Es ist ein absoluter Volltreffer! Im Studium lernte ich eine wunderbare junge Frau kennen und wir wurden bald Freundinnen. Ich erzählte ihr von meinen Texten und teilte meine Gedanken mit ihr. Irgendwann sagte sie zu mir einen Satz, den ich nie wieder vergessen werde:

Juliane, deine Gedanken müssen an die frische Luft!“

Der Satz hatte gesessen. Sie warf mir nicht nur den Titel für mein erstes Buch zu, nein, sie zündete einen Funken in mir.

Ich wollte sichtbar werden.
Mit meinem Lieblingsthema raus gehen: Kommunikation.

Das war meine Motivation. Ich wollte mich ausdrücken, meine Sicht auf die Dinge teilen – und dabei Menschen helfen, sie inspirieren.

Doch so leicht war es dann doch nicht. Ich bin lange davor weggelaufen. Ich dachte: „Ich kann noch nicht genug. Ich darf das noch nicht. Ich habe noch nicht genug Zertifikate. Ich bin noch nicht so weit„. Vor lauter Angst, die Flamme meines frisch entzündeten Teelichts könne erlöschen, blieb ich stehen. Meine Selbstzweifel haben mich beinahe aufgefressen. Ich hatte Angst, bewertet zu werden – obwohl ich mich zeigen wollte.

Es war eine innere Zerissenheit.

Letztendlich hat der Wunsch nach Ausdruck gewonnen. Das Feuer für meine Leidenschaft – Kommunikation, Psychologie, Konflikte. Auch dank der Hilfe meiner Freundin Alina. Sie gab mir den letzten Schubs zur Tür hinaus.
Und ich bin beiden bis heute sehr dankbar.

Aus einem kleinen Teelicht wurde ein wahres Leuchtfeuer.

Wendepunkte, oh, Wendepunkte

Und während all das passierte – das Schreiben, das Ringen mit mir selbst, das langsame Finden meiner Worte – lief noch etwas anderes mit. Ein zweiter Strang. Kein Kapitel, das irgendwann endet, sondern eine Begleiterin, die einfach da ist. Seit Jahren.

Endometriose.

Im Herbst 2025 wurde daraus eine akute Krise. Die Schmerzen wurden schier unerträglich. Mein Alltag wurde schwerer. Meine Welt kleiner.

Im April 2026 kam die vierte OP.

Und mit ihr veränderte sich alles. Ich will hier nicht jedes Detail ausbreiten – das hab ich an anderer Stelle getan (hier entlang, für die, die es lesen wollen).
Was ich hier sagen will: Diese Krankheit hat nicht nur meinen Körper geprägt. Sie hat mich gelehrt, radikal zu akzeptieren, was ist. Sie hat mich gelehrt, dass Langsamkeit okay ist und das mein Wert als Mensch nicht von meiner Leistung abhängt.

Und komischerweise war es genau diese Akzeptanz, die mir am Ende die Tür zu mehr Sichtbarkeit geöffnet hat.

Aber sichtbar werden nach außen ist die eine Sache. Fühlen, was innen wirklich los ist, eine andere. Dass ich vieles im Kopf verstand, aber selten fühlte – das wusste ich schon lange. Jahre, bevor sich daran etwas änderte.

Der ausschlaggebende Punkt kam, als ich merkte: Ich stecke fest. Da kam meine Freundin Alina ins Spiel. Drei Monate Mentoring mit ihr – und alles veränderte sich.

Die wichtigste Erkenntnis war so einfach und so groß zugleich: Liebe.

Liebe bedeutet für mich JA zum Leben zu sagen: ein JA zu den Umständen, ein JA zur Entfaltung des Lebens und ein JA zu mir.
Mein Selbstvertrauen wächst (immer noch). Meine Selbstsicherheit auch. Ich lerne mich selbst immer besser kennen – und ziehe seitdem klare Grenzen. Für mich. Ich achte auf meine Energie und auf mein Herz.

Und aus dieser Erfahrung wuchs etwas Konkretes.

Ich merkte: Viele Menschen – mich eingeschlossen – sind nicht gut darin, über ihre Gefühle zu sprechen. Weil es ja jemanden verletzen könnte. Also lassen sie lieber zu, dass sie selbst verletzt werden. Vermeiden um jeden Preis, andere zu verletzen.

Dabei ist es so befreiend, für die eigenen Gefühle einzustehen.

Diese eigene Erfahrung brachte mich auf die Idee für meinen ersten Kurs. Und dann kamen weitere Ideen. Viele Ideen für Kurse, in denen es darum geht, meine Sicht auf Kommunikation zu teilen: ethische Kommunikation, Kommunikationspsychologie, Beziehungsdynamiken, Konflikte, Bedürfnisse, Emotionen und viele mehr.

Kommunikation ist für mich nichts Äußeres. Sie beginnt in uns.

Das, was wir im Außen sehen ist häufig nur das Symptom für das, was unter der Oberfläche brodelt: Konflikte.

Juliane Kau

Der Moment kam in der zweiten Vorlesung zum Thema Konflikte.

Es ging um die Grundbegriffe der Konfliktdefinition und wir haben darüber gesprochen, was ein Konflikt ist, wie er definiert ist und wann es überhaupt ein handfester Konflikt ist.
Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: ein sozialer Konflikt besteht dann, wenn sich ein Mensch durch einen anderen Menschen in Wahrnehmung, Denken, Fühlen und Handeln eingeschränkt fühlt. Diese Erkenntnis durchzuckte mein Bewusstsein wie ein Blitz. Es war der Baustein, der mir für die Brücke zwischen meiner Erfahrung und einer psychologischen Erklärung fehlte.

Plötzlich war das Klarheit. Als wäre ich gerade aus einem tiefen Gewässer aufgetaucht und ich begriff: Konflikte sind der rote Faden in meinem Leben und meiner Arbeit.

Der Blick zurück – was ich gelernt habe

Was weiß ich heute, das ich vor einem Jahr noch nicht wusste? Vieles. Aber eines mehr als alles andere: Die Klarheit kommt auf dem Weg.

Als ich den Entschluss fasste mit einer eigenen Webseite online zu gehen, dachte ich, dass erst alles perfekt sein müsse. Das Konzept perfekt ausgearbeitet. Die Positionierung scharf und präzise. Mein Schreibstil glasklar. Perfektionismus lässt grüßen.

Es ist wie mit einer Landkarte zum Zielort. Wenn alles bereits detailliert und kunstvoll eingezeichnet wurde und der Weg klar vor Augen liegt ist doch auch irgendwie langweilig, oder?
Spannender ist es doch mit einer weißen Landkarte zu beginnen und sich eigene Wege ans Ziel zu suchen. Mutig den Schritt ins Blaue zu wagen, neue unbekannte Wege zu finden und tolle Abenteuer zu bestehen.

Es ist wichtig das Ziel im Auge zu behalten. Doch genau so wichtig ist es, innezuhalten und den Blick zurück zu werfen.

Du weißt, wo du bist, indem du dich erinnerst, wo du schon warst.

Das geht nur, wenn wir anerkennen, was wir schon geschafft und überstanden haben. Auch wenn wir mal vom Weg abgekommen sind, ist es kein Scheitern. Es sind neue Wege, die plötzlich vor uns auftauchen und vielleicht entdecken wir so – ganz zufällig – neue Möglichkeiten. Eines meiner liebsten Sätze lautet: „Umwege erhöhen die Ortskenntnis.“

Auf meinem Weg habe ich so viel gelernt. Über meine Arbeit im Bereich der Kommunikation und Konflikte. Aber genau so über mich als Mensch. Jede Herausforderung hat mich tiefer geführt, als ich dachte gehen zu können. Die wichtigste Erkenntnis: Es gibt kein Scheitern. Nur Wege, die wir noch nicht als solche erkannt haben.

All das wäre nicht möglich gewesen, wenn ich mich vor einem Jahr nicht getraut hätte. Ich habe den Sprung gewagt und mich auf die interessanteste und intensivste Reise meines Lebens begeben.

Mein erstes Blog-Jahr in Zahlen

2025 im Rückblick

  • Aufrufe: 1.769
  • Besuchende: 435
  • Beiträge: 12
  • Wörter pro Beitrag: ~ 1254
  • Wörter insgesamt: ~ 15.000
Meine JetPack-Statistik vom 21.07.2026

2026 im Rückblick

  • Aufrufe: 720
  • Besuchende: 220
  • Beiträge: 8
  • Wörter pro Beitrag: ~ 1998
  • Wörter insgesamt: ~ 16.000
Meine Jet-Pack Statistik vom 21.07.2026

Gesamtstatistik des 1. Jahres:

  • Aufrufe: 2.498
  • Besuchende: 655
  • Beiträge: 20
  • Beliebtester Tag: 22.07.2025
    • mit 227 Aufrufen
Meine JetPack-Gesamtstatistik vom 21.07.2026
Der beliebteste Tag meines erste Blogjahres; Stand 21.07.2026

Dankbarkeit – mein größter Lohn

Dieses erste Jahr als Bloggerin war eine sehr intensive Zeit. Es gab Erfolge und auch Rückschläge. Während dieser Zeit ist es passiert, dass das Schreiben mir Halt gab. Mit jeder Veröffentlichung, jedem Newsletter und jeder lieben Nachricht von dir und euch gab mir das die Motivation dran zu bleiben.

Ich bin sehr dankbar, dass du hier mitliest. Ob immer noch oder gerade erst dazu gekommen – du bist hier. Und das ist es, was zählt. Denn ohne dich und die anderen Menschen da draußen wäre es nicht das, was es heute ist: ein Raum für Begegnung. Vielleicht auf einer Parkbank.

In meinem Newsletter „Post von der Parkbank“ geht es genau um diese Begegnung. Ein unverbindliches Gespräch im Schatten der Bäume ist das Bild und das Motto dieser Mails. So viel schönes Feedback hat mich bereits erreicht und ermutigt mich, weiterhin meine rohen Gedanken, Erfahrungen und Erkenntnisse aus meinem Leben zu teilen. Falls du auch gerne dabei sein möchtest, kannst du dich unten anmelden ⬇️

Erzähl mir gerne: Was ist dir auf meinem ersten Blogjahr in Erinnerung geblieben?

Lass uns gemeinsam die Welt zu einem besseren Ort machen.

Alles Liebe,

Handschrift Juliane

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